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Brunner, Jakob Hermann (1871–1951)

 
 

 

* 31.7.1871 Waldshut-Tiengen, † 30.3.1951 Muri AG; Heimatort: Lenzburg.

Grafiker, Maler, Zeichner, Werbegrafiker und Illustrator. Blumen, Bildnisse und Figürliches.

 

 

 

Jakob Hermann Brunner kam als dritter und jüngster Sohn des Färbers Heinrich und der Maria Mina Brunner-Lüpold zur Welt. Er hatte noch eine jüngere Schwester, die aber mit drei Jahren verstarb. In Waldshut wuchs er auf und begann da die Volksschule. Nach der Übersiedlung nach Lenzburg, schloss er hier die Primarschule ab und war anschließend vier Jahre an der Bezirksschule, wo Theophil Glinz sein Zeichenlehrer war. 1887 verstarb sein Vater. 1888–1892 machte er eine Lehre für gewerbliche Graphik an der Zeichnerabteilung von Orell Füssli in Zürich. Daneben war er von 1891–1894 Hospitant an der Kunstgewerbeschule Zürich, davon 2 Jahre Assistenzlehrer von Professor Freytag. In der Zeit 1893/94 belegte er Kurse in Anatomie- und Aktzeichnen an der ETH Zürich bei Professor Conrad Graf. 1894 war er erstmals in München und arbeitete mit Hermann Fenner jun. zusammen. Ab nun wechselte sein Wohnsitz bis 1909 zwischen München und Zürich mehrmals. 1906 verheiratete er sich mit Anna Volderauer, das Paar blieb kinderlos. Von 1906–1908 war er unter H. Schildknecht als Obmann an der Weinholdt’schen Privatschule in München, danach bis 1909 in der Radierklasse von Peter Halm an der Kunstakademie München. Er entwarf für deutsche und zeitweise auch für schweizerische Firmen Prospekte und Plakate. 1924 gestaltete er Bundesfeierpostkarten. Von 1922–1925 zeichnete er für die "Mitteleuropäische Flora" von Gustav Hegi (1876-1932).

1945 war er als Gast an der Ausstellung der GSMBA, Sektion Aargau, im Gewerbemuseum Aarau beteiligt.
 

 
 

Hyazinthen, Öl

 
Ausstellung:

1917, Juni–Okt., Kunstausstellung München;

1922, 7.10.–13.10., Hermann Brunner, Arnold Hünerwadel, Hans Walty, Theatersaal Lenzburg;

1945, München;

1945, 8.9.–30.9, Jahresausstellung GSMBA Sektion Aargau.

 

Quelle und Schrift:

Gustav  Hegi, Illustrierte Flora von Mittel-Europa. Mit besonderer Berücksichtigung von Deutschland, Österreich und der Schweiz. 13 Bände, München 1908­–1931.

SIK-ISEA, Schweizerisches Kunstarchiv, Dokumentation Jakob Hermann Brunner.

 

2. Lenzing 2013

Stand: 01.04.11