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Ammann, Arnold (1920-1991)

 
 

 

* 14.2.1920 Seon, † 26.11.1991 Basel; Heimatort: Seon.

Maler, Zeichner und Briefträger. Landschaften und Stillleben.
 

 

 

 

Foto Arnold Ammann

 

Foto Arnold Ammann

 

Arnold Ammann kam als Sohn des Bäckers gleichen Namens zur Welt. Er entstammte einer alteingesessenen Seoner Familie; «s Heizers» wurde sie genannt. Die Schulzeit verbrachte Nöldi, wie er im Seetaler Dorf stets gerufen wurde, in Seon; an der Bezirksschule war Josef Zimmerli sein Zeichenlehrer, der ihn förderte. Danach machte er in den dreissiger Jahren eine Lehre als Flachmaler.  Sodann arbeitete er zuerst als Maler in der WISA in Lenzburg,  später als Gehilfe in der Stern-Apotheke. 1944 fand die heirat mit Ruth Haller statt. Das Paar zog nach Staufen. Als Maler war Arnold Ammann Autodidakt; Vorbilder waren ihm Arthur Dätwyler und der Seoner Rudolf Urech, der ihm geraten haben soll, die Natur genau zu beobachten und zu studieren, so dass er sie nachher «auswendig» malen könne. Zur Post wechselte er schließlich vor allem deshalb, weil er sich hier die Arbeitszeit so einrichten konnte, dass noch einige helle Tagesstunden zum Malen blieben.

 

 
 

Staufer-Kirschen, Tusche auf Papier, 1979, Privatbesitz Lenzburg

 

Aus den fünfziger Jahren stammt das Fresko „die vier Jahreszeiten". Es ziert seit 1956 die Rückwand der Gartenwirtschaft in der Burestobe in Seon, die ebenfalls eine der Außenmauern der Doppelkegelbahn bildet. Die Überlieferung sagt, für den Lohn eines WISA GLORIA Kinderwagens. In der Gaststube kann man ein weiteres Bild aus den frühen Jahren Ammanns Schaffen finden. Dieses erwarb der ehemalige Wirt, „de Schrinerotti“, anfangs der vierziger Jahre als Anzahlung an ein Fahrrad.

 

 
 

Gehren Seon, Öl, 1985, Privatbesitz Lenzburg

 

1965 war er erstmals in der jährlichen Ausstellung der Aargauer Künstler im Kunsthaus vertreten.1967 wurde er in die GSMBA aufgenommen und im gleichen Jahr wurde er anlässlich des Martini-Essens der Bibliotheksgesellschaft Lenzburg geehrt. 1969 hatte er in der Galerie Rathausgasse in Lenzburg seine erste von sechs Ausstellungen und 1972 zeigte das Aargauer Kunsthaus in Aarau seine neuen Zeichnungen. 1975 war er der Lenzburger Malergast und 1977 erhielt er vom Kanton Aargau den Auftrag, ein großformatiges Bild für die Ausschmückung des Grossratsgebäudes zu schaffen. Die Folge davon war, dass er sich danach als freischaffender Künstler betätigte.

 

 

 
 

Am Hallwilersee 1962

 

Baugrube 1972

 
Er fertigte vorwiegend Landschaften und Stillleben in Öl an.
Ausstellung:
1956, 5.11.–13.11., Arnold Ammann, Hans-Rudolf Friedrich, C. Werder, Försterhaus Lenzburg;
1969, 6.12.14.12., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1972, 17.3.–9.4., kleine Galerie, Aargauer Kunsthaus Aarau;

1973, 1.9.23.9., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1975, 1.11.–30.11., Burghalde Lenzburg;

1977, 29.10.–6.11., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1979, 25.8.29.9., Galerie Nepomuk Kaiserstuhl;
1979, 17.11.2.12., Gemeindehaus Seon;
 

 
 

Baldeggersee, 1988

 

1980, 25.10.–16.11., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1982, 1.10.–16.10., Reformierte Kirche Hausen;

1983, 22.10.–13.11., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1985, 16.11.–24.11., kleine Turnhalle Seon;

1987, 14.2.–15.3., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1994, 29.10.–20.11., Gedenkausstellung, Burghalde Lenzburg;
1996, 1.11.10.11., Gedenkausstellung, Kirchgemeindehaus Seon;

2011, 26.11.18.12., Retrospektive zum 20. Todestag, Kunsthaus Kaltenherberg Roggwil.

 

 
 

Staufberg Holzschnitt, 1979

 

Schrift:

Uli Däster, Ausstellung Arnold Ammann, Lenzburger Neujahrsblätter 1971;
Aargauer Almanach auf das Jahr 1975, Bd.1, S. 273, Aarau 1974;
Uli Däster, Spiegelbild des schönen Aargaus, Aargauer Tagblatt 20.10.1977;
Ernst Däster, Der Kunstmaler Arnold Ammann, Seener Spiegel 1977;

Aargauer Politik vor Aargauer Bildern, Sieben Künstler schufen Werke für den Aargauer Großratssaal, Aargauer Tagblatt 30.11.1978;

Schönheit und Einfachheit der Heimat zeigen. Arnold Ammann in der Galerie Nepomuk in Kaiserstuhl. Badener Tagblatt 29.8.1979;

Aargauer Kunsthaus Aarau, Sammlungskatalog Bd. 2, Aarau 1983;
Heiner Halder, das Schöne im Unscheinbaren gesucht, AT 2.12.1991;
Uli Däster, der Maler Arnold Ammann, Lenzburger Neujahrsblätter 1993;
Ueli Däster, Der Maler Arnold Ammann, Lenzburger Druck 38, Aarau 1994;
Heiner Halder, Der Maler Arnold Ammann, AT 31.10.1994.
 

 
 

Feldweg, Ölbild

 
 

17. Gilbhart 2012

Stand: 01.04.11